„Effizienzmaßnahmen“ für die EVAG als Ausdruck der Wachstumslogik

Betrachtet frau*man die Ausgangslage der EVAG, sieht es zunächst nicht danach aus, dass Wachstum angestrebt wird. Die Devise lautet im Gegenteil, die Verluste des Nahverkehrs sollen sinken. Bereits jetzt werden Gewinne der Stadtwerke Essen dazu genutzt, Ausgaben bei der EVAG zu finanzieren. Diese kommunale Querfinanzierung ist zusammen mit Ausgleichszahlungen von Bund und Land der Standard in der deutschen ÖPNV-Finanzierung. Da der Nahverkehr in der Regel weder kostendeckend wirtschaftet noch Gewinne abwirft, sind Investitionen betriebswirtschaftlich hier äußerst unbeliebt. Wird aus diesen Gründen dann aber am ÖPNV gespart, führt dies zu der in Essen betriebenen Mängelverwaltung. „„Effizienzmaßnahmen“ für die EVAG als Ausdruck der Wachstumslogik“ weiterlesen

EVAG: Immer weiter sparen, sparen, sparen!?

Bedingt durch die ausbleibende Dividende von RWE im Haushalt der Stadt Essen gerät auch zunehmend der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Essen unter Druck. Angesichts der im Haushalt zu stopfenden Finanzlöcher trifft es eben die Ausgaben für Bus und Bahn. Allerdings sind Forderungen, die Essener Verkehrs-AG (EVAG) müsse sparen und in der Konzernstruktur müsse es Umbauten geben, nicht neu. „EVAG: Immer weiter sparen, sparen, sparen!?“ weiterlesen

Living on the Edge?

There’s somethin‘ wrong with the world today
I don’t know what it is

Das sind die ersten Zeilen des Liedes „Living on the Edge“ von Aerosmith. Ich denke, wir wissen mittlerweile sehr wohl, was falsch läuft. Es ist zum Beispiel rassistische (Polizei)gewalt, die kurz vor Entstehen des Liedes Anlass für die Unruhen in L.A. 1992 war. Es ist aber viel mehr: „Living on the Edge?“ weiterlesen

Divestment als Hustensaft für das Ruhrgebiet

Wenn RWE hustet, hustet der ganze Pott.

So ähnlich hieß es lange Zeit bezogen auf Krupp, einen anderen bekannten Großkonzern aus Essen. Heute passt der Satz sehr gut in der obigen Fassung. Der RWE-Aktienkurs hat nach einem Allzeithoch von 100 Euro (2008) im letzten Jahr ein Allzeittief von um die 10 Euro erreicht. 2016 wird es wohl zum ersten Mal seit Jahrzehnten gar keine Dividende mehr geben. Dies trifft insbesondere viele Kommunen der Region, wie Essen, Dortmund, Mülheim oder Bochum, sehr hart, weil die Dividende in den klammen Haushalten fest eingeplant ist. In Essen und Dortmund etwa „Divestment als Hustensaft für das Ruhrgebiet“ weiterlesen

Regiogeld für eine andere Form des Wirtschaftens

Was können die Essener Wirtschaftsförderung und die Essener Marketing Gesellschaft anders machen? Das war eine Frage, die mir im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der beiden Einrichtungen in den Sinn kam. Mit dem Konzept der Wirtschaftsförderung 4.0 von Michael Kopatz gibt es schon eine ziemlich konkrete Vorstellung. Regionales Geld ist ein Baustein davon. „Regiogeld für eine andere Form des Wirtschaftens“ weiterlesen

Stadtgezwitscher vom 4. Juni 2012

Am 21. April 2016 findet das zweite Stadtgezwitscher in Essen statt. Als Vorgeschmack zeigen wir Euch nun die Vorträge von der ersten Veranstaltung vor knapp vier Jahren: „Stadtgezwitscher vom 4. Juni 2012“ weiterlesen

Wirtschaftsförderung und Marketing in Essen – für welche Form des Wirtschaftens?

Die EWG (Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) und die EMG (Essener Marketing Gesellschaft mbH) sollen vielleicht zusammengelegt werden – so die Diskussionen im Rat der Stadt Essen. Insbesondere CDU/SPD im Rat finden das richtig. Die Grünen sehen dabei die Notwendigkeit, die Messegesellschaft mitzudenken und die beiden Vereine, welche die GmbH unterstützen und zumeist von Unternehmen getragen werden, in die Debatte zur Zusammenlegung der GmbH einzubinden. In jedem Fall ist es das Ziel, bisherige Aufgaben effizienter zu erledigen. Das sind beispielsweise die Organisation von Events wie Essen.Original, die Förderung der lokalen Wirtschaft oder die Neuansiedlung von Unternehmen. Aufgaben und Organisationstruktur der Gesellschaften, so kann man dem Antrag der Grünen entnehmen, haben schon eine längere Diskussionsgeschichte. In jedem Fall sollen die beiden Unternehmen im Konzern Stadt dazu beitragen, dass die Wirtschaft in Essen wächst und die Stadt für Tourist*innen interessant ist.

So weit, so wachsend…

Was wäre aber, wenn „Wirtschaftsförderung und Marketing in Essen – für welche Form des Wirtschaftens?“ weiterlesen

Worum geht es bei „Weiter wachsen? Perspektiven auf Kommunalpolitik in Essen“?

Wie könnte die Kommunalpolitik in Essen aussehen, wenn man sie ohne Wachstumszwänge denken würde? Dieser Frage wollen wir nachgehen. Wir nehmen aktuelle und vergangene Themen der Essener Kommunalpolitik als Ausgangspunkt und schauen, welche Rolle Wachstumszwänge in diesen spielen.

Wirklich spannend wird es im zweiten Schritt, „Worum geht es bei „Weiter wachsen? Perspektiven auf Kommunalpolitik in Essen“?“ weiterlesen

Unsere Nachfrage bestimmt, was es zu essen gibt

Jan Willmroth ist Journalist bei der Süddeutschen Zeitung. In einem Essay schreibt er: Wir haben keine Ahnung, was wir essen.

Je weniger […] ein Konsument weiß, je weniger er bereit ist, sich mit diesen Folgen auseinanderzusetzen, desto weniger kann er sie beeinflussen. Ein schlecht informierter Kunde ist leichter auszunutzen […], neigt eher zu einem Verhalten, das er selbst unmoralisch findet. […] Wenn fast ausschließlich der Preis das entscheidende Kriterium für einen Kauf ist, nicht aber die objektive Qualität etwa einer Tomate, eines Stücks Fleisch oder eines Apfels, wird die Gleichförmigkeit frischer Lebensmittel befördert.

„Unsere Nachfrage bestimmt, was es zu essen gibt“ weiterlesen

Wissen + Schaffen = Wandeln

Mara Zepeda aus Portland, CEO eines Software-Unternehmens für die Vernetzung von Studenten und Alumni, wurde von ihrem eigenen Erfolg überrascht, als sie einen Sachverhalt im Kontext der Gentrifizierung Portlands erläuterte und gleich noch eine passende Maßnahme dazu anbot. „Wissen + Schaffen = Wandeln“ weiterlesen