Politischer Salon: „Essbares Essen. Eine radikal andere Stadt“

In welcher Stadt wollen wir leben? Wie grün darf sie sein? Wie gesund? Wie viel Gemeinschaft gibt es dort? Und vor allem: was essen wir wann und wie?Am 4. Juni findet der Politische Salon im Café Central des Grillo-Theaters zum Thema „Essbare Stadt“  statt. Organisiert wird er von der IfN.

Die Essbare Stadt, in der der Apfel tatsächlich am Straßenrand gepflückt werden kann,in der die Nahrungsmittelproduktion direkt in der Stadt und im Stadtraum stattfindet, ist eine radikale, nachhaltige Umkehr vom bisherigen Stadtbild und Gemeinwesen.

Vergangenes Jahr war Essen amtierende „Grüne Hauptstadt Europas“  – als erste Stadt der Montanindustrie, die den Titel tragen darf. Beginnend beim Auszeichnungsjahr 2017 bis zur Internationalen Gartenausstellung, die 2027 im Ruhrgebiet stattfinden wird, wurde im Ruhrgebiet die „Grüne Dekade“ ausgerufen. Doch es scheinen keine Konzepte zu existieren diese „Grüne Dekade“ auch mit Inhalten zu füllen.

Damit die „Grüne Dekade“ nicht zu einem Marketing-Feigenblatt wird, sondern eine tiefgreifende urbane Transformation anschiebt, wie sie dem Ruhrgebiet gerecht wird, lädt die Initiative für Nachhaltigkeit ein die Idee der Essbaren Stadt als Leitbild nachhaltiger Stadtentwicklung zu diskutieren. Vorstöße zu einer Essbaren Stadt werden etwa nicht nur in Paris, Malmö, dem berühmten deutschen Beispiel Andernach, sondern auch in Köln bereits gemacht. Es wäre mehr als schade und für die Bewohner*innen Essens ungerecht (!) wenn Essen sich bei dieser Entwicklung abhängen lässt – zumal es hier sehr gute (!) Rahmenbedingungen gibt.

Auf der Veranstaltung am 4. Juni soll diskutiert werden, inwieweit ein „Essbares Essen“ möglich und notwendig ist und welche Ansätze dazu bereits bestehen. Aufgegriffen werden dabei auch Ergebnisse aus verschiedenen partizipativen Workshopformaten zum Thema.

Auf dem Podium diskutieren:
Dr. Philipp Stierand, Raumplaner und Autor des Buchs „Speiseräume“
Prof. Klaus Wermker, ehem. Leiter des Büro für Stadtentwicklung Essen
Dr. André Matena, Bonnekamp-Stiftung
Alessa Heuser, Sozialwissenschaftlerin und Aktivistin für sozial-ökologische Ernährungssysteme

Moderation:
Dr. Juliane von Hagen, Inhaberin des Essener Büros www.stadtforschen.de

Dem Publikum wird ausreichend Gelegenheit gegeben eigene Standpunkte  und Ideen einzubringen.

Zum Einstieg des Abends zeigt Aless Wiesemann eine Szene aus „Metropolis“ nach Thea von Harbou und Fritz Lang.

Der Eintritt ist frei.

Montag, 4. Juni 2018, 20 Uhr, Café Central im Grillo-Theater.

Hier geht’s zur Veranstaltung im Spielplan des Schauspiels.

Der Politische Salon ist ein Veranstaltungsformat von EXILE Kulturkoordination e.V. und dem Schauspiel Essen. Inhaltlich sind für die einzelnen Abende verschiedene Initiativen verantwortlich.

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