Essen 51 – ein neuer Stadtteil für Investoren

Ohne dass Essen größer wird, entsteht ein neuer Stadtteil. Innenentwicklung oder auch die Nutzung von Konversionsflächen nennt man das wohl in der Stadtentwicklung. Der Stadtteil ist kein richtiger Stadtteil, sondern ein Investitionsprojekt der Thelen-Gruppe. Daher heißt es auch „nur“ Essen 51. Einen wohl klingenden Stadtteilnamen, wie z. B. Vogelheim, Schuir oder Kray, braucht solch ein Investitionsprojekt wohl nicht.

Meine kritische Perspektive auf die Entwicklung des neuen Stadtteils lässt sich mit den ersten Sätzen nicht verstecken: die bisher veröffentlichten Unterlagen der Stadtverwaltung lassen viele Fragen offen. Viele davon hätte ich wohl auch in dem formellen Beteiligungsverfahren für den Bebauungsplan stellen können, aber wie es ja so häufig ist – auch an interessierte Menschen gehen wichtige Themen einfach mal vorbei. Daher nun hier ein paar Fragen, die mir zu der Stadtteilentwicklung kommen und nicht aus dem Masterplan oder den Planungsunterlagen hervorgehen:
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Was es heißt, das Salz der Grünen Hauptstadt zu sein

Die Grüne Hauptstadt Europas Essen 2017 hat eine Ideenbörse für Bürger*innen ausgeschrieben. Dazu gab es eine allgemeine Infoveranstaltung und nun eine für die geförderten Projekte. Von letzterer hatte Albert schon berichtet und konkrete Fragen über die Ausrichtung der Grünen Hauptstadt aufgeworfen. In der Veranstaltung wurde aber auch deutlich, wie das Projekt-Team der Grünen Hauptstadt mit den ehrenamtlich aktiven Menschen zusammenarbeiten will. Das wirft auch einige Fragen auf. „Was es heißt, das Salz der Grünen Hauptstadt zu sein“ weiterlesen

verändern – Orte – verändern

Vor einiger Zeit haben wir nach Ideen gefragt, die Räume brauchen. Mit den Ideen lassen sich Orte verändern. Transition Town Essen schafft dies bereits an vielen Stellen, in Gemeinschaftsgärten, in Repair-Cafés oder in den gemeinsamen Treffen. Konkret ist hier in Essen die Villa Rü ein Ort, an dem viel möglich ist. Anderer Orts gibt es ähnliches. Die Transformationsstadt im Mirker Bahnhof, Wuppertal, ist solch ein Beispiel. Aber auch eine solidarische Landwirtschaft kann solch ein Ort sein.

Tatsächlich finde ich, dass es mehr Orte auch in Essen geben sollte, an denen mensch sich bilden und diskutieren kann, gärtnern, werkeln und sich freuen.  Aber eigentlich gibt es ja schon viele Orte… „verändern – Orte – verändern“ weiterlesen

Grüne Hauptstadt Europas 2017 in Essen

Im Jahr 2017 ist Essen Grüne Hauptstadt Europas (GHE) und hat sich dazu konkrete Ziele gesteckt, was für Essen erreicht werden soll. Beispielsweise soll im Mobilitätsbereich der Umweltverbund gefördert werden oder Grünflächen für die Menschen schneller erreichbar sein, Umweltjobs geschaffen werden und die Lärmbelastung reduziert. Ein genauer Plan findet sich auf der Website der Grünen Hauptstadt Europas Essen bisher noch nicht.

Im Februar wurde aber zum Mitmachen bei einer Ideenbörse aufgerufen. Engagierte Bürger_innen konnten Ideen einreichen, die von einer Jury bewertet werden. Fällt die Einschätzung positiv aus, kann eine finanzielle Unterstützung erfolgen. Wir, also die IfN mit den Arbeitsgruppen WissenSchaffenWandeln und VeloCityRuhr, haben dort einige Vorschläge eingereicht und hoffen auf Förderung. Konkret geht es um Folgendes: „Grüne Hauptstadt Europas 2017 in Essen“ weiterlesen

Wir suchen Räume für Eure Ideen

Eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist die Identifikation und Vermittlung von Räumen für Industrie, Handel und Verwaltung. In Essen übernimmt dies die EWG. In einer Erhebung wurde beispielsweise die genutzte und verfügbare Bürofläche in Essen dokumentiert. Auch für Gewerbe, Startups und Technologiestandorte werden Informationen zu Verfügung gestellt und Gespräche angeboten. Der Regionalverband Ruhr hat zudem einen „digitalen Flächenatlas RuhrAGIS und die Gewerbeimmobilien-Datenbank ruhrsite“ aufgebaut, um so das Ruhrgebiet als Wirtschaftsraum zu stärken. „Wir suchen Räume für Eure Ideen“ weiterlesen

Regiogeld für eine andere Form des Wirtschaftens

Was können die Essener Wirtschaftsförderung und die Essener Marketing Gesellschaft anders machen? Das war eine Frage, die mir im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der beiden Einrichtungen in den Sinn kam. Mit dem Konzept der Wirtschaftsförderung 4.0 von Michael Kopatz gibt es schon eine ziemlich konkrete Vorstellung. Regionales Geld ist ein Baustein davon. „Regiogeld für eine andere Form des Wirtschaftens“ weiterlesen

Wirtschaftsförderung und Marketing in Essen – für welche Form des Wirtschaftens?

Die EWG (Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) und die EMG (Essener Marketing Gesellschaft mbH) sollen vielleicht zusammengelegt werden – so die Diskussionen im Rat der Stadt Essen. Insbesondere CDU/SPD im Rat finden das richtig. Die Grünen sehen dabei die Notwendigkeit, die Messegesellschaft mitzudenken und die beiden Vereine, welche die GmbH unterstützen und zumeist von Unternehmen getragen werden, in die Debatte zur Zusammenlegung der GmbH einzubinden. In jedem Fall ist es das Ziel, bisherige Aufgaben effizienter zu erledigen. Das sind beispielsweise die Organisation von Events wie Essen.Original, die Förderung der lokalen Wirtschaft oder die Neuansiedlung von Unternehmen. Aufgaben und Organisationstruktur der Gesellschaften, so kann man dem Antrag der Grünen entnehmen, haben schon eine längere Diskussionsgeschichte. In jedem Fall sollen die beiden Unternehmen im Konzern Stadt dazu beitragen, dass die Wirtschaft in Essen wächst und die Stadt für Tourist*innen interessant ist.

So weit, so wachsend…

Was wäre aber, wenn „Wirtschaftsförderung und Marketing in Essen – für welche Form des Wirtschaftens?“ weiterlesen