verändern – Orte – verändern

Vor einiger Zeit haben wir nach Ideen gefragt, die Räume brauchen. Mit den Ideen lassen sich Orte verändern. Transition Town Essen schafft dies bereits an vielen Stellen, in Gemeinschaftsgärten, in Repair-Cafés oder in den gemeinsamen Treffen. Konkret ist hier in Essen die Villa Rü ein Ort, an dem viel möglich ist. Anderer Orts gibt es ähnliches. Die Transformationsstadt im Mirker Bahnhof, Wuppertal, ist solch ein Beispiel. Aber auch eine solidarische Landwirtschaft kann solch ein Ort sein.

Tatsächlich finde ich, dass es mehr Orte auch in Essen geben sollte, an denen mensch sich bilden und diskutieren kann, gärtnern, werkeln und sich freuen.  Aber eigentlich gibt es ja schon viele Orte… … und wenn diese Orte nicht zum Guten Leben taugen, sollte wir sie doch eigentlich dazu machen, oder?

Im Digitalen gibt es sie bereits: Ideen werden beispielsweise auf dem Postwachstumsblog diskutiert, die Mediathek der degrowth Seite ermöglicht es, sich weiter zubilden – jenseits von Wachstumslogiken. Websites wie beispielsweise www.nebenan.de, www.foodsharing.de oder  mundraub.org helfen in der realen Welt Kontakt in der Nachbarschaft zu finden oder ressourcenleichter zu handeln. Übers Internet finden sich auch viele Beispiele, wie Menschen versuchen,  Orten des guten Lebens in ihrem Umfeld zu schaffen:

Das waren jetzt ein paar mir bekannte Beispiel. Gerne könnt ihr im Kommentar weitere Aktionen, Experimente, Interventionen beschreiben. Die Beispiele führen mich wieder zu der Frage, ob wir bestimmte, ausgewählte Orte zu Orten des guten Lebens verändern oder ob wir die Orte, die um uns sind, nicht verändern sollten. Eigentlich wäre letzteres besser, denn wenn wir davon ausgehen, dass wir Orte schaffen müssen, in denen das gute Leben möglich ist, ist ja auch klar, dass unseren bisherigen Orte das Gegenteil bewirkt haben.

Ok, es hängt nicht alles vom Ort ab, aber doch einiges. An welchen Orten kann ich mit anderen Menschen ins Gespräch kommen, können wir dort etwas gemeinsames machen, lachen, andere begeistern? Vielmehr liegt es doch an mir selbst, wie ich einen Ort nutze?!

Am Sonntagnachmittag setze ich mich auf den Frohnhauser Platz …. nicht gerade auf der Suche nach dem guten Leben, aber immerhin auf der Suche nach netten Gesprächen, Diskussion und gemeinsamen Ideen. Vielleicht entsteht dabei ja ein schöner Ort….

Der West-Park 20 Meter weiter wäre zwar schöner, aber kommt man da ins Gespräch? Ich finde der Frohnhauser Markt ist halt solch ein Ort, der verändert und verändert werden sollte.

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